Grundannahmen im NLP

Das neuro-linguistsiche Programmieren geht von bestimmten Vorannahmen aus, um Menschen bei der Veränderungsarbeit hilfreiche Grundannahmen über menschliches Verhalten zur Verfügung zu stellen.

Diese Grundannahmen decken sich weitgehendst mit den Gedanken der humanistschen Psychologie. In jede Annahme ist auch die Herausforderung enthalten, diese Grundannahmen in optimaler Weise im Leben zu integrieren.

  • Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell von der Welt. (Das Problem liegt darin, dem anderen nicht mehr zu begegnen)
  • Menschen treffen jeweils die beste ihnen zu Verfügung stehende Wahl. (Das Problem besteht darin, dass wir manchmal zu wenig Wahlmöglichkeiten und Flexibilität haben)
  • Kommunikation ist die Antwort, die ich erhalte. (Und nicht ausschließlich das Problem des Anderen)
  • Alle Menschen haben die Ressourcen, das Wissen und die Fähigkeiten, um Veränderungen vorzunehmen. (Das Problem liegt im mangelnden Zugriff)
  • Der positive Wert jedes Individuums ist konstant. (Das Problem liegt in unserer einseitigen Bewertung.)
  • Jeder kann große Ziele erreichen. (Das Problem liegt darin, dass wir zu stark problemfixiert sind, anstatt zielorientiert vorzugehen)
  • Vertraue Deinem Unbewussten. (Das Problem liegt darin, dass das Bewusstsein mit dem Wissen und den Fähigkeiten des Unbewussten nicht im Einklang ist)
  • Das Universum ist so groß wie unsere Fähigkeit, es wahrzunehmen. (Das Problem besteht darin, daß wir uns selbst begrenzen)
  • Für jedes Verhalten gibt es einen Kontext, in dem es nützlich und sinnvoll sein kann (Das Problem besteht darin, dass wir ein Verhalten, das negative Reaktionen auslöst, als Fehler werten und nicht als Feedback)
  • Respektiere alle Botschaften. (Das Problem liegt darin, dass wir Botschaften, die nicht in unser Weltmodell passen, heraus filtern und tilgen, und somit Lernen verhindern)

© Bernhard Tille, 2022